Eine unglaubliche Geschichte!

Dank Ausdauer, Solidarität und Grosszügigkeit kam Rümlang zu Alterswohnungen mitten im Zentrum!

Rümlang hatte schon lange eine gut funktionierende Spitex, ein Alterszentrum, sowie Kirchgemeinden die viel Altersarbeit leisten.

Was laut Altersleitbild von 1997 fehlte, waren Alterswohnungen, weil die paar bestehenden Wohnungen im Alterszentrum, damals mit rund 50 Pensionären nach und nach zu Pflegezimmern umgebaut wurden.
1998 ist von aktiven und zurückgetretenen Behördenmitglieder eine Konferenz bezüglich der Umsetzung des Altersleitbildes einberufen worden.

Aus 3 Arbeitsgruppen hat eine Arbeitsgruppe die Aufgabe übernommen, die Realisierung von Alterswohnungen ohne Gemeindefinanzierungen  zu überprüfen.
Im Jahr 2000 hatte die Arbeitsgruppe folgende Schlussfolgerung und Empfehlung an den  Gemeinderat abgegeben:

  • Das Interesse an Alterswohnungen ist ausreichend da
  • Der Anstoss, ein Mittragen und eine finanzielle Starthilfe von der politischen Gemeinde aus sei aber unerlässlich
  • Für die Realisierung wäre eine gemeinnützige Stiftung zweckmässig.

Ein Jahr später, im Jahr 2001 hat der Gemeinderat das Ja zur Unterstützung gegeben. Er übernahm die Kosten von 8‘000 CHF für eine Nutzungsstudie.

Die Bevölkerung wurde orientiert und daraus ist der Förderverein Alterswohnen Rümlang entstanden. Zuerst mit 50 Mitgliedern, heute sind es ca. 145 Mitglieder.

Am 9. März 2002 wurde die Stiftung Alterswohnen Rümlang gegründet.
Als Stifter sind  die Gemeinde Rümlang mit 5000 CHF und der Förderverein mit 1000 CHF aufgetreten.

Am 18. März 2002 fand die erste Stiftungsrats-Sitzung unter dem Vorsitz des damaligen Gemeindepräsidenten statt.
Nach den Abklärungen von 3 verschiedenen Architekturstudien entschliesst sich der Stiftungsrat, im Einvernehmen mit der Planungsgruppe und dem Gemeinderat für die Studie des Architekturbüros Oswald aus Oberglatt.

Im 2003 sind die nötigen Bedürfnisabklärungen gemacht worden. Von den interessierten Mitbürgern und Mitbürgerinnen hat der Stiftungsrat 32 unterschriebene Absichtserklärungen, dass sie ernsthaft an einer Alterswohnung interessiert sind, erhalten. Dank einer grosszügigen Spende eines Einwohners, der von der Notwenigkeit der Wohnungen überzeugt war, konnte die Ausarbeitung des  Vorprojektes in Auftrag gegeben werden.

Die politische Gemeinde bekundete Interesse, sich in einem Stockwerk für begleitetes Wohnen einzumieten und den Spitexstützpunkt in das Haus am Dorfplatz zu verlegen.

Im gleichen Jahr konnte die Stiftung einen zinsfreien Baurechtsvertrag mit der Gemeinde abschliessen.
Über alle 3 Gemeinderatsvorschläge,  der zinsfreie Baurechtsvertrag, die Einmietung der Spitex und die Erstellung einer Wohngruppe im Haus am Dorfplatz, mussten an der Gemeindeversammlung abgestimmt werden. Hier leistete der Förderverein hervorragende Lobbyarbeit, so dass die Vorlagen mit nur einer Gegenstimme angenommen wurden.

Der Stiftungsrat hatte nun die Aufgabe, das Projekt auszuführen.
Als erstes mussten 75‘000 CHF zusammen gebracht werden, um die Projektierungsphase zu sichern.  Zu erwähnen sei noch, dass die Holzkooperationen von Rümlang sich für eine Holzschnitzelheizung im Hause stark gemacht hat und die Finanzierung der Abklärungen über die Machbarkeit übernommen hat.

Mit Spenden von  Unternehmern in Rümlang und grosszügigen Arbeitsangeboten des Architekten und der Planer war das Ziel an Weihnachten 2004 erreicht!
Ein Jahr später, im 2005, ebenfalls an Weihnachten, war die Projektierung mit einem Kostenvoranschlag von 11,2 Millionen abgeschlossen.

Der nächste Schritt war die Sicherung der Baufinanzierung.

Auch hier wieder, dank der Unterstützung des Fördervereins bei der Abstimmung für einen Beitrag aus dem TAR-Fond, den Mietverträgen mit der Gemeinde, den Spenden der AGE-Stiftung, der  Erna Walder-Stiftung, einem Darlehen vom der Wohnbaugesellschaft Zürich und vielen  privaten Darlehensgebern, konnte die Stiftung der Bank genügend Sicherheit bieten, damit diese uns die nötigen Hypotheken zusagte.


Am 7. Mai 2007 erfolgte der Spatenstich und am 10. Mai war Baubeginn.